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Nahaufnahme des Laubs von Aglaonema commutatum 'Lipstick' mit pink-roten Blatträndern über silbergrün panaschierten Blattspreiten
Photo: Aritra Bhawani (CC BY-SA 4.0)
5 Min. Lesezeit

Kolbenfaden

Aglaonema commutatum

Familie · Araceae

Der Kolbenfaden verträgt wenig Licht, braucht aber erst Wasser, wenn die oberen 2 bis 5 cm der Erde trocken sind, und nie Temperaturen unter 13 °C.

Leicht Wenig bis mäßiges indirektes Licht; einfarbig grüne Sorten vertragen wenig Licht, panaschierte brauchen mehr (Clemson HGIC) Gießen, sobald die oberen 2 bis 5 Zentimeter der Erde trocken sind; weder Staunässe noch Staubtrockenheit zulassen (Clemson HGIC) Giftig für Katzen, Hunde und Pferde laut ASPCA-Eintrag zu Chinese Evergreen, geführt unter der verwandten Art Aglaonema modestum; Calciumoxalatkristalle verursachen Reizungen im Maul

Aglaonema commutatum

Steckbrief

  • GießenMäßigAlle 8 Tage gießen
  • LichtbedarfHalbschatten
  • Ideale Temperatur13–27 °C

Wachstum

Familie
Araceae
Lebenszyklus
Mehrjährig
Endgröße
30–90 cm
Breite
30–90 cm
Vermehrung
  • Teilung
  • Stecklinge
  • Absenker
  • Aussaat

BlütezeitBlüht als Zimmerpflanze selten; ein kleiner cremeweißer Kolben in einem blassgrünen Hochblatt erscheint im Spätsommer oder Frühherbst, manchmal gefolgt von roten Beeren (Missouri Botanical Garden)

RuhephaseDas Wachstum verlangsamt sich bei wenig Licht und wenn die Temperatur sich der Untergrenze von 13 °C nähert; im Winter weniger gießen und düngen (Clemson HGIC)

Boden & Klima

Bodenarten
Handelsübliches erdeloses Substrat, Zusätzlicher Humus
Trockenheitstoleranz
Nein

Licht & Standort

Herkunft
Philippinen, Zentral-Luzon, für die typische Varietät (POWO)
Wohin damit
  • Schattige Ecke oder Flur für einfarbig grüne Sorten (Clemson HGIC)
  • Heller, indirekter Standort in der Nähe eines Ost- oder Nordfensters für panaschierte Sorten (Clemson HGIC)
  • Gefäß mit Abzugslöchern, gefüllt mit einem mit Humus angereicherten erdelosen Substrat (Clemson HGIC)

Sicherheit

Giftigkeit
  • KatzenGiftig
  • HundeGiftig
  • PferdeGiftig

Daten:Aglaonema commutatum Schott, GBIF BackboAglaonema commutatum var. commutatum, PlChinese Evergreen, ASPCA-Giftpflanzen-AuAglaonema commutatum, Missouri BotanicalChinese Evergreen (Aglaonema): Pflege, K

Wo sie wächst

Weltweite Verbreitung

Kolbenfaden ist in 2 Ländern heimisch: Indonesien und Philippinen.GBIF verzeichnet 851 dokumentierte Bestimmungen in 55 Ländern, am dichtesten in Philippinen, Vereinigte Staaten und Brasilien.

Philippinen · 126Vereinigte Staaten · 104Brasilien · 80Kolumbien · 32Indonesien · 31Costa Rica · 19Sri Lanka · 16Malaysia · 12El Salvador · 12Indien · 10Ecuador · 9Belgien · 8Panama · 8Peru · 8Puerto Rico · 7Australien · 6Fidschi · 6Kambodscha · 6Neukaledonien · 6Thailand · 6Taiwan · 5Jamaika · 4Nicaragua · 4Bhutan · 3Frankreich · 3Mexiko · 3Nigeria · 3Südafrika · 3Belize · 2Dominikanische Republik · 2Ägypten · 2Honduras · 2Venezuela · 2Belarus · 1Kanada · 1Kuba · 1Deutschland · 1Guatemala · 1Guyana · 1Japan · 1Neuseeland · 1Paraguay · 1Trinidad und Tobago · 1Tansania · 1
Bestimmungen851Heimatländer2
  • Indonesien
  • Philippinen

Gelbe bis orange Punkte: Dichte dokumentierter Bestimmungen je Land. Grüne Länder: belegtes Heimatgebiet. Quelle: GBIFHeimatgebiet nach POWO (Kew).

Eine glänzende Zimmerpflanze mit silbrig gefleckten Blättern, die unter dem Namen "Chinese Evergreen" verkauft wird, ist fast immer Aglaonema commutatum, ein Aronstabgewächs, das GBIF unter dem akzeptierten Namen Aglaonema commutatum Schott führt, in der Familie Araceae neben Philodendron und Einblatt. POWO verortet das natürliche Verbreitungsgebiet der typischen Varietät auf den Philippinen, genauer im Zentrum von Luzon, wo die Pflanze als Unterwuchs auf dem schattigen Waldboden wächst. Dieser Lebensraum erklärt das meiste davon, was sie als Zimmerpflanze am Leben hält: wenig Licht steckt sie locker weg, stehende Nässe und kalte Zugluft dagegen nicht. Der Missouri Botanical Garden beschreibt die Art als kleinere Ausgabe einer Dieffenbachia, mit dicken, elliptischen bis lanzettlichen, dunkelgrünen Blättern von 10 bis 20 Zentimeter Länge, silbergrau gefleckt, auf Stängeln, die etwa 50 Zentimeter hoch werden.

Licht: Erst das Blattmuster lesen, dann den Standort wählen

Das Home & Garden Information Center der Clemson University unterscheidet klar zwischen den Sorten: einfarbig grüne Formen wachsen auch bei wenig Licht, während panaschierte Sorten wenig bis mäßiges Licht brauchen, um ihr Muster klar und ihren Wuchs kompakt zu halten. Direkte Sonne verträgt keine einzige Sorte; sie bleicht und verbrennt das Laub innerhalb einer Saison. Ein Platz einige Meter vom Fenster entfernt oder ein Raum, der hauptsächlich mit Leuchtstoffröhren beleuchtet wird, funktioniert noch für eine einfarbig grüne Form. Eine gemusterte Sorte, die zu einfarbigem Grün verblasst und beginnt, sich seitlich zu strecken, braucht einen helleren, aber weiterhin indirekten Standort, nicht mehr Wasser.

Gießen: die Regel der oberen 2 bis 5 Zentimeter

Clemsons Empfehlung ist konkret statt saisonal: den Boden feucht halten, aber die oberen 2 bis 5 Zentimeter vor dem nächsten Gießen antrocknen lassen, dann gründlich mit zimmerwarmem Wasser gießen, bis es unten abläuft. Beide Extreme schaden der Pflanze. Der Missouri Botanical Garden weist darauf hin, dass Fäulnis schnell einsetzt, wenn die Pflanze zu nass gehalten wird, während Clemson Trockenheit als ebenso reales Risiko nennt, da sich Aglaonema von einem über längere Zeit staubtrockenen Substrat nur schlecht erholt. Ein Topf ohne Abzugslöcher macht aus dem ersten Fehler schnell den zweiten, daher sollte man vor dem Kauf eines Gefäßes auf Löcher achten, statt erst dann, wenn ein Blatt gelb wird.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit: warum 13 °C die absolute Untergrenze sind

Clemson nennt einen optimalen Bereich von 20 bis 27 °C, mit einer harten Untergrenze bei 13 °C: Sinkt die Temperatur darunter, stockt das Wachstum und die Blätter leiden, weshalb die Pflanze bei kaltem Wetter nichts auf einfach verglasten Fensterbänken, an Außentüren oder Klimaanlagen-Auslässen zu suchen hat. Bei der Luftfeuchtigkeit ist die Pflanze deutlich toleranter. Clemson stuft niedrige bis mäßige Luftfeuchtigkeit als akzeptabel ein, wobei mäßige Feuchtigkeit gegenüber der sehr trockenen Luft eines beheizten Raums im Winter schlicht bevorzugt wird. Diese Toleranz ist mit ein Grund, warum die Art seit Jahrzehnten eine Standardpflanze für Büros und Eingangshallen geblieben ist und dort stetig weiterwächst, wo eine anspruchsvollere Zimmerpflanze innerhalb einer Saison eingehen würde.

Erde und Düngen: Zurückhaltung zählt mehr als Menge

Clemson empfiehlt ein handelsübliches erdeloses Substrat, angereichert mit zusätzlichem Humus, in einem Gefäß mit Abzugslöchern statt in einem geschlossenen Dekotopf. Beim Düngen gilt dieselbe Zurückhaltung: Clemson warnt ausdrücklich, dass zu viel Dünger zu verbrannten Blatträndern führt, ein Schaden, der einmal entstanden nicht mehr verheilt. Nur sparsam düngen und ausschließlich während die Pflanze aktiv neu wächst, und bei einer frisch umgetopften Pflanze oder einer, die bei wenig Licht kaum wächst, ganz darauf verzichten.

Vermehrung und gelegentliche Blüte

Teilung ist bei einer Pflanze mit mehreren Trieben der einfachste Weg. Clemson nennt neben der Teilung auch Stängelstecklinge, Kopfstecklinge, Luftableger und sogar Aussaat als funktionierende Vermehrungsmethoden und weist darauf hin, dass die kahlen unteren Stängel einer vergreisten, hochgewachsenen Pflanze abgeschnitten und für sich bewurzelt werden können, statt sie zu entsorgen. Eine Blüte ist als Zimmerpflanze selten. Wenn sie doch erscheint, beschreibt der Missouri Botanical Garden einen kleinen, cremeweißen Kolben, umhüllt von einem blassgrünen Hochblatt, der im Spätsommer oder Frühherbst erscheint und gelegentlich von Trauben roter Beeren gefolgt wird.

Schädlinge, Wurzelfäule und häufige Fehler

Der Missouri Botanical Garden und Clemson nennen fast dieselbe kurze Liste an Problemen: Wollläuse, Blattläuse, Schildläuse und Spinnmilben, die sich an neuen Trieben und Blattunterseiten gütlich tun, sowie Wurzelfäule, sobald der Topf bei schlecht durchlässiger Erde dauerhaft nass bleibt. Clemson nennt zusätzlich Echten Mehltau als Risiko bei hoher Luftfeuchtigkeit, betont aber, dass Krankheiten bei einer im Haus gehaltenen Pflanze selten ein Problem sind. Der Missouri Botanical Garden weist zudem auf eine leicht zu übersehende Ursache für braune Blätter hin: trockene Luft in Kombination mit einem zugigen Standort, eine Kombination, die sowohl Unterwässerung als auch Kälteschaden vortäuscht, ohne tatsächlich eines von beidem zu sein.

Giftigkeit: außer Reichweite von Katzen und Hunden aufstellen

Die eigene Referenzseite der ASPCA mit dem Titel "Chinese Evergreen" stuft die Pflanze als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein, mit unlöslichen Calciumoxalaten als toxischem Wirkstoff, die bei einem Tier, das an einem Blatt kaut, Reizungen im Maul, Speicheln und Erbrechen auslösen. Diese ASPCA-Seite ist unter dem botanischen Namen Aglaonema modestum statt Aglaonema commutatum abgelegt, eine Eigenheit des Handelsnamens "Chinese Evergreen", der mehrere Arten derselben Gattung umfasst; Clemsons eigenes Merkblatt wiederholt dieselbe Warnung für Aglaonema als Gattung und weist Aglaonema modestum zusätzlich namentlich als giftig für Haustiere aus. Da die für die Reaktion verantwortlichen Calciumoxalatkristalle im Saft der gesamten Familie Araceae vorkommen und nicht nur in einer einzelnen Art, gilt für Aglaonema commutatum sicherheitshalber dieselbe Annahme: die Pflanze an einem für Haustiere unerreichbaren Platz aufstellen und nach dem Rückschnitt die Hände waschen, da der Saft auch die Haut reizen kann.

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Panaschierte Aglaonema-commutatum-Sorten vertragen tiefen Schatten genauso gut wie einfarbig grüne. Zum Aufdecken tippen
Clemson HGIC merkt an, dass einfarbig grüne Sorten bei wenig Licht wachsen, während panaschierte Sorten wenig bis mäßiges Licht brauchen, damit ihr Muster nicht verblasst.
Man sollte erneut gießen, sobald die oberen 2 bis 5 Zentimeter der Erde angetrocknet sind. Zum Aufdecken tippen
Clemson HGIC nennt genau diese Regel: den Boden feucht halten, aber die oberen 2 bis 5 Zentimeter antrocknen lassen, bevor wieder gründlich gegossen wird.
Diese Pflanze verträgt Temperaturen bis 4 °C ohne Schaden. Zum Aufdecken tippen
Clemson HGIC nennt einen optimalen Bereich von 20 bis 27 °C und warnt davor, die Temperatur unter 13 °C fallen zu lassen.
Die ASPCA stuft Chinese Evergreen als giftig für Hunde, Katzen und Pferde ein. Zum Aufdecken tippen
Die Chinese-Evergreen-Seite der ASPCA nennt alle drei Tierarten als betroffen, mit unlöslichen Calciumoxalaten als toxischem Wirkstoff, wobei der Eintrag unter der verwandten Art Aglaonema modestum geführt wird.
Zu viel Dünger kann bei dieser Pflanze zu verbrannten Blatträndern führen. Zum Aufdecken tippen
Clemson HGIC stellt unmissverständlich fest, dass zu viel Dünger zu verbrannten Blatträndern führt, weshalb nur sparsam und ausschließlich während aktiven Wachstums gedüngt werden sollte.

Quellen

Für diesen Ratgeber herangezogene Referenzen

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