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Scharfe Nahaufnahme eines Euphorbia-peplus-Stängels mit paarigen blass- bis mittelgrünen ovalen Blättern und kleinen becherförmigen Cyathien mit winzigen grünlichen Blüten in den Blattachseln, vor sanft unscharfem grünem Hintergrund
Photo: Forest and Kim Starr (CC BY 2.0)
6 Min. Lesezeit

Garten-Wolfsmilch

Euphorbia peplus

Familie · Euphorbiaceae

Der Milchsaft der Garten-Wolfsmilch reizt Haut und Augen, sät sich aus einer ruhenden Samenbank neu aus und wurde einst zum Medikament Picato weiterverarbeitet.

Leicht Volle Sonne bis Halbschatten; am häufigsten in schattigen, feuchten Beeten Keine Bewässerung nötig; kommt mit der Bodenfeuchtigkeit der Umgebung aus Saft reizend für Haut und Augen, schädlich bei Verzehr (RHS); nicht bei der ASPCA für Haustiere gelistet

Euphorbia peplus

Steckbrief

  • GießenMäßigAlle 10 Tage gießen
  • LichtbedarfIndirektes Licht

Wachstum

Familie
Euphorbiaceae
Lebenszyklus
Einjährig
Wachstumsgeschwindigkeit
6/10
Endgröße
5–20 cm
Vermehrung
  • Aussaat

BlütezeitWinzige grünliche Blüten in becherförmigen Cyathien, in milden Klimazonen nahezu ganzjährig

RuhephaseIm Spätherbst gebildeter Samen ruht über den Winter und keimt im folgenden Frühjahr (UC IPM)

Zeit bis zur ReifeBlüht innerhalb weniger Wochen nach der Keimung, in Regionen mit milden Wintern nahezu ganzjährig

Boden & Klima

Bodenarten
Kalk, Ton, Lehm, Sand
Trockenheitstoleranz
Nein

Licht & Standort

Wohin damit
  • Gewächshaustische
  • überdachte Anzuchttöpfe
  • schattige Blumenbeete
  • gestörter kultivierter Boden
  • feuchte Gartenrabatten
  • Anzuchtbehälter

HerkunftMittelmeerraum bis Somalia und Europa bis zum westlichen Himalaya (weltweit eingebürgert)

Sicherheit

Giftigkeit
  • MenschenGiftig

Invasive ArtWeltweit außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets eingebürgert, als verbreitetes Garten- und Baumschulunkraut (RHS, POWO).

Daten:GBIF: Euphorbia peplus L.POWO: Euphorbia peplus L.RHS: Euphorbia peplus (Garten-WolfsmilchUC IPM: Fleckige Wolfsmilch und andere WPurdue University Clinical Drug Experien

Wo sie wächst

Weltweite Verbreitung

Garten-Wolfsmilch ist in 45 Ländern heimisch: Ägypten, Albanien, Algerien, Belarus, Belgien, Bulgarien, Deutschland und Eritrea….GBIF verzeichnet 310.549 dokumentierte Bestimmungen in 126 Ländern, am dichtesten in Vereinigtes Königreich, Frankreich und Niederlande.

Vereinigtes Königreich · 106.527Frankreich · 67.983Niederlande · 26.781Deutschland · 23.255Spanien · 12.694Belgien · 10.969Vereinigte Staaten · 8.445Schweden · 8.137Schweiz · 7.363Australien · 5.358Portugal · 4.760Italien · 3.091Österreich · 2.471Dänemark · 2.118Neuseeland · 1.619Israel · 1.606Polen · 1.448Tschechien · 1.261Norwegen · 855Griechenland · 805Kanada · 759Irland · 720Mexiko · 712Südafrika · 701Finnland · 591Chile · 493Russland · 438Kolumbien · 437Türkei · 391Bolivien · 380Brasilien · 331Argentinien · 307Ecuador · 265Luxemburg · 247Ukraine · 235Peru · 233Kroatien · 182Marokko · 163Algerien · 138Slowakei · 127Ungarn · 104Zypern · 103Ägypten · 102Taiwan · 77Estland · 74China · 69Belarus · 57Irak · 57Iran · 55Georgien · 50Tunesien · 47Kuwait · 45Saudi-Arabien · 44Rumänien · 43Jordanien · 41Libanon · 37Uruguay · 35Dominikanische Republik · 32Jamaika · 32Japan · 32Slowenien · 30Palästinensische Autonomiegebiete · 28Pakistan · 22Bulgarien · 21Syrien · 21Neukaledonien · 20Litauen · 19Albanien · 18Montenegro · 17Serbien · 16Guatemala · 15Lettland · 15Haiti · 13Indien · 13Venezuela · 13Libyen · 9Papua-Neuguinea · 9Simbabwe · 9Tansania · 7Vereinigte Arabische Emirate · 6Lesotho · 6Oman · 6Panama · 6Jemen · 6Aserbaidschan · 5Bosnien und Herzegowina · 4Sudan · 4Usbekistan · 3Republik Moldau · 2Sambia · 2Côte d’Ivoire · 1Kuba · 1Äthiopien · 1Falklandinseln · 1Indonesien · 1Nordmazedonien · 1Katar · 1Senegal · 1Somalia · 1Trinidad und Tobago · 1
Bestimmungen310.549Heimatländer45
  • Ägypten
  • Albanien
  • Algerien
  • Belarus
  • Belgien
  • Bulgarien
  • Deutschland
  • Eritrea
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Georgien
Die 33 weiteren Länder anzeigenWeniger Länder anzeigen
  • Griechenland
  • Indien
  • Irak
  • Iran
  • Island
  • Italien
  • Jemen
  • Kroatien
  • Libanon
  • Libyen
  • Marokko
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Oman
  • Österreich
  • Pakistan
  • Palästinensische Autonomiegebiete
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Russland
  • Saudi-Arabien
  • Schweden
  • Schweiz
  • Somalia
  • Spanien
  • Sudan
  • Tschechien
  • Tunesien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Vereinigte Arabische Emirate

Gelbe bis orange Punkte: Dichte dokumentierter Bestimmungen je Land. Grüne Länder: belegtes Heimatgebiet. Quelle: GBIFHeimatgebiet nach POWO (Kew).

Euphorbia peplus, die Garten-Wolfsmilch, ist ein kleines, blassgrünes Unkraut mit becherförmigen Blütenständen, das ungebeten in Blumenbeeten, Gemüsereihen und Anzuchttöpfen auftaucht, meist dort, wo der Boden etwas feucht und schattig bleibt. Bricht man ein Blatt oder einen Stängel ab, tritt binnen Sekunden ein dünner milchiger Saft aus, und dieser Saft ist die ganze Geschichte der Pflanze: ätzend genug, um Haut und Augen zu reizen, und zugleich der Rohstoff, der einst zu einem zugelassenen Hautkrebsmedikament weiterverarbeitet wurde. Die Pflanze selbst ist optisch unscheinbar, niedrig und verzweigt, doch der Saft verändert, wie man mit ihr umgehen sollte, egal ob man sie aus einem Beet hackt oder sich fragt, warum jemand aus einem so kleinen Unkraut etwas extrahieren würde.

Die Garten-Wolfsmilch in Beeten und Töpfen erkennen

Euphorbia peplus bleibt laut dem Pflanzendatensatz der Royal Horticultural Society niedrig und verzweigt, typischerweise 5 bis 20 cm hoch, mit glatten, unbehaarten Stängeln und ovalen Blättern von bis zu 3 cm Länge. Was sie von anderen kleinen Unkräutern unterscheidet, ist der Blütenaufbau: Statt gewöhnlicher Blütenblätter tragen die Triebspitzen kleine blassgrüne Blüten, eingefasst von dreieckigen Hochblättern, den becherförmigen Cyathien, die für die Gattung Euphorbia typisch sind. Schneidet man ein Blatt oder einen Stängel an, tritt fast sofort ein dünner weißer Milchsaft aus, die schnellste Feldprobe, um zu erkennen, ob im Topf oder Beet tatsächlich Garten-Wolfsmilch wächst und nicht ein ähnlich aussehender Sämling.

Der ätzende Saft: nur mit Handschuhen anfassen

Jeder Teil der Pflanze trägt denselben Milchsaft, der aus einem angeschnittenen Blatt austritt, und der RHS-Pflanzendatensatz bewertet ihn unmissverständlich: reizend für Haut und Augen, schädlich bei Verzehr. Das Statewide IPM Program der University of California wird bei der Einschätzung des Handhabungsrisikos konkreter und empfiehlt Handschuhe, wann immer eine Pflanze von Hand gezogen wird, weil der Saft die Haut reizt. Das größere Risiko sind eher die Augen als die Haut: Ein gerötetes Auge nach dem Jäten kann Milchsaft auf die Augenoberfläche übertragen, weshalb es sich lohnt, sich während und nach dem Jäten vor dem Berühren des Gesichts die Hände zu waschen und die Pflanze von Kindern fernzuhalten, die aus Neugier einen Stängel abbrechen könnten.

Vom Unkrautsaft zum zugelassenen Hautkrebsmedikament

Derselbe ätzende Milchsaft, der im Garten Handschuhe erforderlich macht, enthält tatsächlich ein nützliches Molekül. Die Clinical Drug Experience Knowledgebase der Purdue University verzeichnet, dass Ingenolmebutat, ein aus dem Saft von Euphorbia peplus isolierter Diterpenester, zu einem verschreibungspflichtigen Gel namens Picato weiterentwickelt und von der FDA zur Behandlung der aktinischen Keratose zugelassen wurde, einer Krebsvorstufe der Haut, angewendet unter ärztlicher Anleitung nur zwei bis drei Tage pro Behandlungszyklus. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung für eine Pflanze, der die meisten Gärtner nur als etwas begegnen, das man aushackt: Dieselbe Chemie, die den rohen Saft gefährlich für die Haut macht, verleiht dem gereinigten Medikament seine Wirkung auf veränderte Hautzellen. Genau diese Kluft ist der Grund, warum die Pflanze kein Hausmittel ist. Ein pharmazeutisches Gel ist eine standardisierte, dosierte Konzentration, die unter ärztlicher Aufsicht auf eine bereits von einem Arzt beurteilte Läsion aufgetragen wird; Saft direkt von einem angeschnittenen Stängel ist weder standardisiert noch diagnostisch, und ihn zu Hause auf einen Leberfleck, Fleck oder eine Läsion zu reiben, ist gefährlich. Er kann gesunde Haut chemisch verätzen, sagt nichts darüber aus, um was es sich bei der Läsion tatsächlich handelt, und verzögert die Biopsie, die ein echter Hautkrebs braucht. Überlasst das Medikament der Apotheke und die Pflanze dem Kompost.

Wo sie auftaucht: Blumenbeete, Anzuchttöpfe und gestörter Boden

Das UC-IPM-Merkblatt zu Garten-Wolfsmilcharten führt die Garten-Wolfsmilch als kühle-Jahreszeit-Einjährige, am häufigsten in schattigen, feuchten Blumenbeeten, anders als die sonnenliebenderen, bodennahen Wolfsmilcharten, die sich über offenen sonnigen Boden ausbreiten. Diese Vorliebe für Schatten und Feuchtigkeit erklärt auch, warum sie ein so hartnäckiger Schädling in Baumschulen ist: Topfware unter Bedachung, auf Gewächshaustischen und in Anzuchtbehältern bietet genau die geschützten, gleichmäßig feuchten Bedingungen, die ihr Samen bevorzugt, und eine einzige blühende Pflanze am Fuß eines Behälters kann eine ganze Charge besäen, bevor es jemand bemerkt. Außerhalb von Töpfen bevorzugt sie denselben gestörten, kultivierten Boden wie die meisten Gartenunkräuter und verträgt laut RHS ein breites Spektrum an Böden, von Kalk und Ton bis zu Lehm und Sand.

Hacken, Handjäten und Mulchen

Die Bekämpfung ist unkompliziert, wenn man sie vor der Blüte erwischt, und sowohl UC IPM als auch die RHS sind sich bei der Grundregel einig: Pflanzen entfernen, bevor sich Samen bilden. Handjäten funktioniert, aber UC IPM warnt, dass gezogene Pflanzen oft am Stängel abbrechen und die Wurzel zurücklassen, die wieder austreibt, weshalb ein Hackschnitt knapp unter der Bodenoberfläche meist zuverlässiger ist als ein Zupfen. Handschuhe sind hier keine Option, sondern Pflicht: UC IPM empfiehlt sie ausdrücklich, weil der Saft die Haut reizt, und sie für einen fünfminütigen Jätegang zu tragen ist einfacher, als hinterher einen Ausschlag zu behandeln. Mulch ist die langfristige Lösung, denn der Samen der Garten-Wolfsmilch braucht Licht zum Keimen und keimt laut UC IPM nicht mehr, sobald er tiefer als etwa 1,3 cm vergraben ist; eine Schicht feinen organischen Mulchs von mindestens 5 cm Tiefe, oder 7,5 bis 10 cm bei grobem Rindenmaterial, blockiert dieses Licht und lässt neue Keimwellen erst gar nicht aufkommen.

Die Samenbank hinter einem wiederkehrenden Unkraut

Ein Beet, in dem einmal Garten-Wolfsmilch wächst, neigt dazu, sie erneut hervorzubringen, weil der Samen nicht alle auf einmal keimt. Das UC-IPM-Merkblatt erklärt, dass im Spätherbst gebildeter Samen meist über den Winter ruht und im folgenden Frühjahr keimt, sodass auf eine im April gejätete Welle eine zweite Welle aus Samen folgen kann, den dieselben Pflanzen im Vorjahresherbst abgeworfen haben. Der Samen keimt zudem nur flach: Er braucht Licht zum Keimen und keimt nicht mehr, sobald er viel tiefer als die oberste Bodenschicht gewendet wird, genau deshalb kann ein leichtes Hacken, das nur die obersten 2,5 cm Boden aufwühlt, eine neue Keimwelle auslösen statt sie zu verhindern. Das praktische Ergebnis ist dasselbe wie bei den meisten einjährigen Unkräutern mit Samenbank: Ein gründliches Jäten erledigt die Aufgabe selten vollständig, und Mulch zählt im zweiten und dritten Jahr der Bekämpfung mehr als in der ersten Saison.

Giftigkeit für Haustiere und Menschen

Die Garten-Wolfsmilch erscheint weder auf der ASPCA-Liste giftiger noch ungiftiger Pflanzen für Katzen, Hunde oder Pferde, sodass es keine ASPCA-Einstufung gibt, auf die man sich in Sachen Haustiersicherheit verlassen könnte. Das ist nicht gleichbedeutend mit einer Unbedenklichkeitsbescheinigung: Der RHS-Datensatz zur Art bewertet den Saft als reizend für Haut und Augen und schädlich bei Verzehr, und diese Milchsaftchemie hört nicht auf, reizend zu sein, nur weil die Art in einer Datenbank fehlt. Behandle sie wie jede nicht gelistete Pflanze mit ätzendem Saft: Halte Haustiere und kleine Kinder davon ab, daran zu kauen, und ziehe sie mit Handschuhen statt bloßen Händen.

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Der Saft der Garten-Wolfsmilch reizt Haut und Augen, weshalb beim Jäten Handschuhe getragen werden sollten. Zum Aufdecken tippen
Die RHS bewertet den Saft als reizend für Haut und Augen und schädlich bei Verzehr, und genau deshalb empfiehlt das UC-IPM-Merkblatt Handschuhe beim Handjäten.
Den rohen Saft dieser Pflanze auf eine Hautläsion zu reiben, ist eine sichere Hausmittel-Version des Hautkrebsmedikaments Ingenolmebutat. Zum Aufdecken tippen
Die Clinical Drug Experience Knowledgebase der Purdue University beschreibt Ingenolmebutat als standardisiertes, von der FDA zugelassenes verschreibungspflichtiges Gel unter ärztlicher Aufsicht; roher Saft ist weder dosiert noch diagnostisch und kann die Haut chemisch verätzen.
Der Samen der Garten-Wolfsmilch braucht Licht zum Keimen, weshalb Samen, die tiefer als etwa 1,3 cm vergraben sind, meist nicht keimen. Zum Aufdecken tippen
Das UC-IPM-Merkblatt zu Garten-Wolfsmilcharten merkt an, dass der Samen nur flach keimt und Licht braucht, weshalb tief vergrabener Samen größtenteils nicht keimt.
Sobald jede ausgewachsene Garten-Wolfsmilch-Pflanze aus einem Beet gezogen ist, sollten keine weiteren Sämlinge mehr erscheinen, weil die Samenbank erschöpft ist. Zum Aufdecken tippen
UC IPM merkt an, dass im Spätherbst gebildeter Samen über den Winter ruht und im folgenden Frühjahr keimt, sodass ein Beet über mehrere Saisons hinweg neue Keimwellen aus der vorhandenen Samenbank hervorbringt.
Die ASPCA listet die Garten-Wolfsmilch als giftig für Katzen, Hunde und Pferde. Zum Aufdecken tippen
Die Art erscheint überhaupt nicht auf den ASPCA-Listen giftiger oder ungiftiger Pflanzen, doch die RHS bewertet ihren Saft weiterhin als reizend und schädlich bei Verzehr, weshalb Vorsicht bei Haustieren trotzdem sinnvoll bleibt.

Quellen

Für diesen Ratgeber herangezogene Referenzen

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